Kleintierpraxis

Dr. med. vet. Ricarda Häuser

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Bundeskabinett stärkt tierärztlichen Notdienst
Da Bundeskabinett hat bereits Anfang November eine Änderung der Tierärztegebührenordnung beschlossen, mit der insbesondere der tierärztliche Notdienst und die Situation der Landtierärzte verbessert werden soll. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hält die Änderungen für notwendig, um die finanzielle Situation der Tierarztpraxen zu verbessern und damit die Aufrechterhaltung des tierärztlichen Notdienstes zu gewährleisten und die Arbeit in Nutztierpraxen auf dem Land attraktiver zu machen. So wird für Leistungen während des Notdienstes zukünftigeine Grundgebühr von 50 Euro fällig und es ist grundsätzlich mindestens der zweifache Gebührensatz anzurechnen. Zudem werden auch die Notdienstzeiten ausgeweitet. Der Nachtdienst beginnt künftig um 18 statt bisher um 19 Uhr und endet um 8 statt wie bisher um 7 Uhr. Auch wird der Beginn des Wochenendes von Samstag 13 Uhr auf Freitag 18 Uhr vorverlegt. Für die Tierärzte auf dem land ist zudem die Erhöhung des Wegegeldes bei Tierbesuchen interessant. Dies beträgt dann einheitlich 3,50 Euro pro Doppelkilometer, mindestens jedoch 13 Euro.

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Mexiko frei vom Hund auf den Mensch übertragener Tollwut
Mexiko ist das erste Land, dass von der WHO als Land validiert wurde, in dem die Übertragung der Tollwut vom Hund auf den Menschen eliminiert wurde. Das Land hat als erstes einen entsprechenden Überprüfungsprozess durch die WHO erfolgreich durchlaufen. Insgesamt ist die Eliminierung der Tollwut in Lateinamerika und der Karibik in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreich gewesen. Dort wurde die Fälle beim Menschen seit 1983 um 95 und bei Hunden um 98 Prozent reduziert. Die meisten der rund 60.000 Tollwutfälle, die jedes Jahr noch bei Menschen registriert werden, betreffen Asien und Afrika. In Mexikohat man seit Beginn der 1990er Jahre massive Anstrengungen unternommen, um die Übertragung der Tollwut von Hunden auf den Menschen zu unterbinden. Die wichtigste Maßnahme dabei waren Impfungen bei Hunden, die kostenfrei durchgeführt wurden und rund 80 Prozent der Population abdeckten. Zudem wurde die Überwachung verstärkt und Kampagnen gefahren, um das öffentliche Bewusstsein für das Problem zu verstärken. Von 1990 bis zum Jahr 1999 sank die Zahl der vom Hund auf den Menschen übertragenen Tollwutfälle von 60 auf 3. 2006 wurde dann erstmals kein Fall mehr nachgewiesen.

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Schwachstellen am Malaria-Erreger identifiziert
Seit Jahrzehnten wird an Medikamenten gegen den Malaria-Erreger Plasmodium falciparum geforscht. Bisher waren die Untersuchungen aber noch nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Weltweit sterben jedes Jahr immer noch rund 400.000 Menschen an der Malaria. Wissenschaftlern unter Beteiligung der Universität Bern (Schweiz) ist es gelungen mittels genetischer Deletionsverfahren mögliche Schwachstellen des Erregers aufzudecken, die eventuell für die Entwicklung von Medikamenten verwendet werden können. Die Forscher benutzten dabei sogenannte genetische Codes. Von den rund5.000 Genen des Erregers entfernten sie gezielt über 1.300 und ersetzten diese jeweils durch einen individuellen genetischen Code. So konnten sie im Mausmodell genau verfolgen, welche Auswirkungen die Entfernung des jeweiligen Gens hatte. Durch dieses neue Verfahren konnte die Untersuchungszeit drastisch verkürzt werden. In nur drei Jahren gelang es den Forschern, das Genom des Erregers komplett zu durchforsten. Zudem konnten hunderte Schwachstellen - zumeist im Stoffwechsel des Erregers - identifiziert werden .

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Gemeinsame Fortbildung für Tierärzte und Psychotherapeuten
Tiere in der Therapie – Spielerei oder wirksame Unterstützer? – unter diesem Titel fand am 8. November eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung der Landestierärztekammer Hessen und der Psychotherapeutenkammer Hessen mit etwa 220 Teilnehmern aus beiden Berufsgruppen statt. „Tiere können Menschen auf vielfältige Weise helfen", so Dr. Heike Winter, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer. „Der Kontakt zu Tieren hat sowohl körperliche Auswirkungen auf Menschen, z. B. auf Puls und Blutdruck, als auch soziale und psychische." Aber auchdie Bedürfnisse des Tieres sowie gesundheitliche Aspekte müssten mit beachtet werden. „Nicht jede Tierart und auch nicht jedes Tier ist für den sozialen Einsatz geeignet", erläuterte Dr. Ingo Stammberger, Präsident der Landestierärztekammer Hessen. Die Fortbildung griff diese Themen sowie den aktuellen Stand der Forschung zur tiergestützten Therapie auf. Die Fortbildung war nach 2014 bereits die zweite gemeinsame Veranstaltung beider Kammern. Schon die gemeinsame Tagung hatte gezeigt, dass es Themen gibt, die für beide Berufsgruppen gleichermaßen spannend und relevant sind.

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Wiederentdeckung des Vietnam-Kantschils nach 28 Jahren
Einem Forscherteam des Global Wildlife Conservation (GWC), Southern Institute of Ecology in Vietnam und des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ist es gelungen, nach 28 Jahren erstmals wieder lebende Exemplare des Vietnam-Kantschils, auch bekannt als vietnamesischer Maushirsch, zu fotografieren und zu filmen. Das ist die erste wiederentdeckte Art der „Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Spezies“ der GWC und gleichzeitig Ansporn zur Entwicklung von Schutzmaßnahmen dieser und weiterer einheimischer (endemischer) Arten im Biodiversitäts-Hotspot Südostasien. Nachdem die Art im südlichen Vietnam im letzten Jahr gesichtet worden war, gelang es den Forschern, mehr als 1800 Fotos des Vietnam-Kantschils zu machen. „Trotz der Hinweise aus der Bevölkerung konnten wir nicht sicher sein, was uns erwartet. Ich war also überrascht und überglücklich, als wir die Bilder der Kamerafallen auswerteten und Fotos von einem Kantschil mit silbernen Flanken sahen“, sagt An Nguyen, Associate Conservation Scientist bei der GWC und Leiter dieses Forschungsvorhabens. An Nguyenist außerdem Feldkoordinator für und Doktorand am Leibniz-IZW. „Für eine sehr lange Zeit existierte diese Art nur noch in unserer Vorstellung. Diese Entdeckung, die bestätigt, dass diese Huftiere tatsächlich noch in der Wildnis leben, ist der erste Schritt um sicherzustellen, dass wir sie nicht wieder verlieren. Wir müssen jetzt schnell handeln, um ein baldiges Aussterben nach der Wiederentdeckung zu verhindern.“ Da es seit dem Jahr 1990 keine bestätigten Sichtungen des Huftieres mehr gab, hat die Wissenschaft nur sehr wenige Kenntnisse über die Biologie und Ökologie oder den Bedrohungsstatus dieser Art. Die GWC setzte daher das Vietnam-Kantschil auf ihre Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Arten. Als nächstes soll festgestellt werden, wie groß und stabil die Population von Vietnam-Kantschilen in Südvietnam ist, um die genaue Verbreitung der Art und mögliche Ursachen ihrer Bedrohung besser zu verstehen. Im Rahmen der ersten umfassenden Untersuchung der Art beginnt das Team in Kürze mit Kamera-Fallenuntersuchungen in zwei weiteren Regionen. Die WissenschaftlerInnen werden alle gesammelten Informationen nutzen, um einen Erhaltungsplan für die Art zu entwickeln.

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Weit verbreitete Irrtümer rund um Antibiotika und Resistenzen
Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) nimmt die Weltantibiotikawoche vom 18. bis 24. November zum Anlass, auf weit verbreitete Irrtümer im Zusammenhang mit Antibiotika und -resistenzen hinzweisen. Eine der weit verbreiteten, aber falschen Vorstellungen ist, dass Antibiotika gegen Erkältungen oder Grippe wirken. Dies ist aber nicht der Fall. Denn Antibiotika helfen nur bei durch Bakterien verursachte Erkrankungen. Erkältungen und grippale Infekte werden aber durch Viren verursacht. Und trotzdem werden hier immer noch häufig Antibiotika verordnet. Auch die Annahme, dass ein Antibiotikum nach dem Verschwinden der Symptome bis zum Ende derPackung eingenommen werden muss, ist mittlerweile nicht mehr richtig. Heute weiß man, dass bei Infektionen wie z.B. einer Harnwegsinfektion auch eine kürzere Einnahmezeit ausreicht. Idealerweise sollte der Arzt die Einnahmedauer vorgeben. In einer Befragung gingen im vergangenen Jahr 63 Prozent der Befragten davon aus, dass Menschen gegen Antibiotika resistent werden können. Dies ist nicht richtig. Nur Bakterien können gegen Antibiotika resistent werden. Die Weltantibiotikawoche wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO veranstaltet, um auf das Problem der zunehmenden Resistenzen gegenüber Antibiotika hinzuweisen.

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