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Dr. med. vet. Ricarda Häuser

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Schleswig-Holstein fördert Betrieb und Sanierung von Tierheimen
Am vergangenen Sonntag hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht im Rahmen der Einweihung einer neuen Wildtierstation des Kieler Tierheims Uhlenkrog einen Förderbescheid in Höhe von 25.000 Euro an Sabine Petersen, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Kiel und Umgebung, überreicht. „Mit der Unterbringung herrenloser Tiere und Fundtiere leisten ehrenamtliche Tierschutzvereine im Land eine wertvolle Arbeit. Dafür möchte ich mich bedanken. In vielen Tierheimen besteht allerdings großer Sanierungsbedarf, um eine tiergerechte Unterbringung weiter zu gewährleisten. Es ist daher gut, dass wir hier von Landesseite unterstützen können“, sagte der Minister. Mit einer Gesamtfläche von 15.000 Quadratmetern ist das Tierheim Kiel das größte Tierheim des Landes. Wegen der steigenden Zahlen der gefundenen Wildvögel musste eine neue Wildtierstation mit Wildtier-Pflegeräumen und vier großen Volieren für Wildvögel gebaut werden. Vor 24 Jahren waren es 154 Wildvögel und 87 sonstige Wildtiere wie beispielsweise Igel,Fledermäuse, Eichhörnchen und Wildkaninchen, die betreut werden mussten – im letzten Jahr waren es schon 588 Wildvögel und 145 sonstige Wildtiere. Zu den Wildvögeln zählen vor allem verletzte Habichte, Uhus und andere Wildvögel.Das Land fördert den Betrieb und die Sanierung von Tierheimen in Schleswig-Holstein, denn schließlich seien Projekte wie die neue Wildtierstation von besonderer Bedeutung für den Tierschutz in unserem Land, so Albrecht. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) erließ am 10. Juli 2018 eine neue Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für verschiedene Maßnahmen des Tierschutzes. Diese regelt die Verteilung der in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Fördermittel für Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Für das Haushaltsjahr 2018 stehen insgesamt 350.000 Euro zur Verfügung, gesplittet in Zuwendungen für den Betrieb der Tierheime (100.000 Euro) und Zuschüsse für investive Maßnahmen in Tierheimen (250.000 Euro). Die Förderung soll auch 2019 fortgeführt werden.

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Klöckner stellt deutsche Antibiotikastrategie auf OIE-Tagung vor
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie auf einer internationalen Tagung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in Marokko vor. Nachdem Klöckner bereits auf dem G-20-Agrarministertreffen im Juli in Berlin für ein gemeinsames globales Vorgehen sowie eine deutliche Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei Nutztieren geworben hatte, war sie jetzt auf der zweiten internationalen Konferenz der OIE zu Antibiotikaresistenzen aktiv. Klöckner erklärte dazu, dass Antibiotikaresistenzen ein globales sektorübergreifendes Problem darstellen, dem aktiv begegnet werden müsse. Dabei müsse jeder Sektor jenach spezifischen lokalen und nationalen Gegebenheiten passende Maßnahmen ergreifen. Die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fuße dabei auf vier Säulen: Resistenzentwicklung beobachten, Antibiotikamengen erfassen, Antibiotikaeinsatz minimieren, strenge Vorschriften zum Einsatz kritischer Antibiotika bei Tieren. Klöckner verwies darauf, dass man hier bereits deutliche Erfolge verzeichnen konnte und den Antibiotikaeinsatz im "grünen" Sektor bereits um 57 Prozent senken konnte und auch die Resistenzraten zum Teil rückläufig sein. Das deutsche Beispiel solle international Mut machen.

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Tierärztin wegen illegalen Welpenhandels zu Haftstrafe verurteilt
Eine Tierärztin aus der Südpfalz ist am Montag vom Amtsgericht Landau wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie Betrugs zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der Grund: illegaler Welpenhandel. Außerdem verhängte das Gericht ein dreijähriges Berufsverbot sowie ein fünfjähriges Tierhalteverbot gegen die Tierärztin, wie die Tierschutzorganisation VIER PFOTENmitteilte, die das Urteil begrüßte. Gleichzeitig forderte sie die Online-Plattform eBay Kleinanzeigen auf, eine Registrierungspflicht für Verkäufer in der Tierkategorie einzuführen. Bei einer Polizei-Razzia wurden im April 2017 bei der Tierärztin 44 Hunde beschlagnahmt und in umliegenden Tierheimen untergebracht.

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Baden-Württemberg fördert Mobile Schlachtung und Weideschlachtung
Neben einer artgerechten Tierhaltung gewinnt auch ein schonender und stressarmer Schlachtvorgang für die Verbraucher immer mehr an Bedeutung und wird eingefordert. Das Problem ist hier das EU-Fleischhygienerecht, das vorschreibt, dass Schlachttiere lebend in den Schlachtbetrieb gelangen müssen. Um das Problem zu lösen, hat Baden-Württemberg die Entwicklung hygienerechtlich einwandfreier und gleichzeitig praktikabler und wirtschaftlicher Verfahren gefördert. Die nun vorliegenden Konzepte schaffen den Spagat zwischen dem EU-Hygienerecht und dem Verzicht auf Transporte zu den Schlachtbetrieben. Am vergangenen Freitag hat Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk die mobile Schlachtung vorgestellt. „Die mobile Schlachteinheit ist Teil eines zugelassenen Schlachthofs. Die Tiere werden vor Ort betäubt und hygienisch entblutet, um dann für den weiteren Schlachtprozess in einen nahegelegenen Schlachtbetrieb befördert zu werden. Die Zusammenarbeit von Tierhaltern mit handwerklichen Metzgereien oder kleineren Schlachthöfen bietet sich für die regionale Versorgung an. Damit wird die Attraktivität regional erzeugten Fleisches verbessert und ein Beitrag für den Erhalt der noch vorhanden kleinteiligen Strukturen in der bäuerlichen Tierhaltung und der handwerklichen Fleischverarbeitung geleistet“, betonte der Minister.„Die nun in Baden-Württemberg erarbeiteten und auch bereits im pilothaften Einsatz befindlichen Modelle mobiler Schlachteinheiten sind Schritte in die richtige Richtung zu einem Höchstmaß an Tierschonung und Transparenz bei der Fleischgewinnung. Ob sich das mobile Schlachtverfahren als Erfolgsmodell durchsetzen kann, wird auch von der Bereitschaft der Verbraucher abhängen, dies beim Einkauf über einen höheren Preis zu honorieren“, fuhr er fort. Da die Schlachtung von Tieren grundsätzlich nur in einem EU-zugelassenen Betrieb möglich ist, muss auch der mobile Schlachtraum von der zuständigen Behörde als Teil des stationären Betriebes für diesen Zweck zugelassen werden. Eine andere gewünschte Alternative ist die Weideschlachtung. Diese ist eine genehmigungspflichtige Ausnahmeregelung vom EU-Recht und darf ausschließlich nur für vereinzelte Rinder angewendet werden, die ganzjährig im Freiland gehalten werden. Der Betrieb muss über geeignete Einrichtungen für das Schlachten und Entbluten verfügen. Die anschließende Beförderung zum Schlachthof darf maximal eine Stunde dauern. Sofern als Betäubungsmethode der Kugelschuss zum Einsatz kommen soll, sind darüber hinaus Erlaubnisse nach Tierschutz- und Waffenrecht erforderlich.

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Neue Milchviehanlage mit 280 Milchkühen in Mecklenburg-Vorpommern eingeweiht
Eine neue Milchviehanlage in Alt Sührkow mit 280 Milchkühen wurde am vergangenen Samstag am Teterower See eingeweiht. Der Betrieb, der für den Stallbau keine Fördermittel vom Landwirtschaftsministerium beantragt hatte, verbindet Ackerbau mit Milchvieh- und ökologischer Mutterkuhhaltung sowie mit Hofladen und Biogasproduktion. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der der Einweihung beigewohnt hat, zeigte sich sehr erfreut: „Solche Investitionen in die Milchproduktion sind in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit.“ Besonders aufgrund der Tatsache, dass seit der Milchkrise vor 3 Jahren mehr als 3.300 Milchviehhalter ihre Produktion einstellen mussten. Backhaus weiter: „Fakt ist jedoch, der Milchmarkt wird auch zukünftig immerwieder deutlichen Schwankungen unterliegen. Auch wenn es im Moment so aussieht, als würde sich die positive Preisentwicklung der vergangenen Monate halten.“ Wie sich der Markt nach der Dürre des gerade zu Ende gegangenen Sommers entwickeln wird, ist noch nicht absehbar, da die anhaltende Trockenheit bei vielen Landwirten für finanzielle Einbußen gesorgt hat. „Ich kann nur immer wieder betonen, wie wichtig es ist, dass sich die Branche selbst zukünftig besser für Krisenzeiten wappnet. Dabei gehören für mich vor allem die Lieferbeziehungen zwischen Erzeugern und Molkerei auf den Prüfstand. Hier brauchen wir Lösungen, die ein Reagieren auf Marktentwicklungen möglich macht und das Risiko aus dem Marktgeschehen nicht allein bei den Erzeugern belässt“, erklärte Backhaus.

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Ergebnisse des Resistenzmonitoringprogramms für 2016 veröffentlicht
GERM-Vet ist ein Resistenzmonitoring von tierpathogenen Bakterien. Es wird bereits seit 2001 jährlich vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) durchgeführt. Dadurch können koordinierende Maßnahmen und Entscheidungshilfen zur kalkulierten Therapie formuliert werden. Außerdem gehen die Daten in die Zulassungsverfahren von Tierarzneimitteln ein.Für jedes Studienjahr werden ein dezidierter Stichprobenplan erstellt und die eingesendeten Bakterienisolate auf ihre Empfindlichkeit gegenüber 24 antibakteriellen Wirkstoffen untersucht. Die Empfindlichkeitsdaten werden getrennt nach Tierart und Indikation ausgewertet.Im Berichtszeitraum 2016 wurden insgesamt 2.427 Isolate untersucht. Das Resistenzniveau für Erreger von Atemwegsinfektionen bei Rindern und Kleintieren lag maximal bei 15 % resistenter Isolate. Dies ist als sehr positiv anzusehen. Ebenfalls erfreulich waren die Ergebnisse bei den Isolaten aus Mastitiden bei Milchkühen. Hier kann das Resistenzniveau als bislang günstig angesehen werden. Alle getesteten Wirkstoffe zeigten Resistenzraten von maximal 18 %. Ausnahmen waren Enterococcus faecalis und Streptococcus spp., bei denen die Resistenzrate für Tetracyclin bis zu 76 % betrug. Wie in den Studienjahren zuvor traten bei der Bakterienspezies Klebsiella spp. vereinzelt ESBL-Bildnerauf, die gegen die für die Behandlung beim Menschen wichtige Wirkstoffklasse der neueren Cephalosporine Resistenzen ausbilden.Sehr viel höhere Resistenzraten fanden sich bei den Erregern von Enteritiden und Hautinfektionen. Betroffen sind hierbei in erster Linie die Bakterienspezies Escherichia coli und Staphylococcus aureus, isoliert von Nutztieren. Gegenüber vielen Antibiotika wiesen sie Resistenzraten von bis zu 64 % bzw. 87 % auf. Ebenso befinden sich die MHK90-Werte gegenüber den Cephalosporinen der neueren Generation und den Fluorchinolonen in stark erhöhten Bereichen. Ebenfalls hohe Resistenzraten wurden bei derIndikation Septikämie beim Geflügel, hervorgerufen durch Staphylococcus aureus, mit bis zu 66 % ermittelt. Die Häufigkeit, mit der MRSA nachgewiesen wurden, differierte von Tierart zu Tierart. Am häufigsten fanden sich diese im Berichtszeitraum beim Schwein (67 %). Beim Nutzgeflügel betrugt der Anteil 17 %. ESBL-Bildner bei E. coli hingegen werden am häufigsten bei Isolaten von Kälbern nachgewiesen (30 % der untersuchten E. coli-Isolate), gefolgt vom Mast- und Milchrind, Schwein, Hund und Geflügel. Im Kleintierbereich wurden hohe Resistenzraten bzw. MHK90-Werte für Ampicillin (ca. 37 %), Tetracyclin (27 %) und Enrofloxacin bzw. Marbofloxacin (21 %) ermittelt.

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