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Lebendtiertransporte in Drittländer - Reportage enthüllt unfassbares Grauen
Am Dienstagabend (21.11.2017) hat das ZDF in der Dokumentationsreihe "37 Grad" über die "Geheimsache Tiertransporte - Wenn Gesetze nicht schützen" über den Lebendviehexport in Drittländer berichtet. Die Bilder der auf vielerlei Art von Menschen willkürlich gequälten und absolut rücksichtslos behandelten Rinder und Schafe dürften empathische Menschen noch eine Weile verfolgen. Das von der Tierrechtsorganisation Animal Wellfare Foundation gesammelte Videomaterial zeigte außerdem die zum Teil katastrophalen Transportbedingungen der Tiere, insbesondere wenn sie die Grenzen der EU verlassen und beispielsweise in die Türkei, den Libanon oder Ägypten verbracht werden. Die Animal Wellfare Foundation wollte mit diesem Beitrag vor dem Hintergrund massiv steigender Lebendtiertransporte in Drittländer darauf aufmerksam machen, dass der Tierschutz für die Transporttiere spätestens nach dem Verlassen der EU-Grenzen endet, obgleich der Europäische Gerichtshof in einem Urteil festgehalten hat, dass der Tierschutz bis zur Ankunft am Bestimmungsort eingehalten werden muss.Damit gibt er den Veterinärämtern die Möglichkeit, Lebendtiertransporte in Drittländern u.U. zu untersagen. Eine Möglichkeit, von der vor allem in den Sommermonaten sehr viel mehr Gebrauch gemacht werden sollte! Denn hier reihen sich bei Temperaturen von 40°C und mehr nicht selten ein Viehtransporter nach dem anderen am Grenzübergang von Bulgarien in die Türkeianeinander. Die Tiere können hier häufig über mehrere Tage nicht versorgt werden, viele verenden. In Anbetracht der gezeigten Bilder, ist dies jedoch möglicherweise noch humaner als lebendig bis zu einem Schlachthof in der Türkei oder dem Libanon zu gelangen. Hier werden die Tiere mit Krähnen abgeladen und kopflos geschlagen. Einige Videos zeigten Männer, die den Tieren kaltblütig die Augen ausstechen oder und die Sehnen durchschneiden. Anschließend prügelten sie die Tiere weiter, bevor sie ihnen bei vollen Bewusstsein ohne Narkose die Halsschlagader aufschlitzen und johlend zusehen, wie die Tiere qualvoll verbluten. Die Tierschützer haben versucht, die Zuständigen in der EU dazu zu befragen. Dort heißt es Einzelfälle. Die Videos zeigen jedoch, keine Einzelfälle sondern unvorstellbar grausame Routine.Inzwischen hat der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) ein Ende des Transports von Schlachttieren aus der EU in die Türkei und den Nahen Osten gefordert. In einer Pressemitteilung kritisiert der Verband die dokumentierten unhaltbaren Zustände auf Transportschiffen und LKW. "Ich appelliere daher an die Politik, den Bund und die Europäische Union, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die den Transport von Schlachttieren nach Drittländern gänzlich verbieten“, so WLV-Präsident Johannes Röring. Auch das Bündnisses für Tierschutzpolitik hat ein Positionspapier verfasst, in dem sie die Politiker auffordern, endlich zu handeln und diesen grausamen und unsinnigen Lebendtiertransporten in Drittländer über tausende Kilometern ein Ende zu setzen.

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Wolfspopulation in Deutschland weiter gestiegen
Aktuell leben in Deutschland 60 Wolfsrudel. Das geht aus einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor. Die Wolfs-Vorkommen konzentrieren sich derzeit weiterhin vor allem auf das norddeutsche Tiefland, das sich von der sächsischen Lausitz in nordwestlicher Richtung über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Niedersachsen erstreckt. Die Zahl der 60 von den Bundesländern bestätigten Rudel des aktuellen Monitoringjahres 2016/2017 in Deutschland ist im Vergleich zum vorherigen um 13 gestiegen. Allerdings ist die Zahl der Wolfspaare im selben Zeitraum von 21 auf 13 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von vier auf drei gesunken. Die meisten Tiere leben heute in Brandenburg und in Sachsen. Allerdings kommen trotz des Naturschutzstatus des Wolfs immer wieder Tiere ums Leben. Vor allem durch Verkehrsunfälle, aber auch durch illegale Abschüsse. Von den in Deutschlandseit dem Jahr 2000 insgesamt 201 tot aufgefundenen Wölfen sind 140 durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen und 26 illegal getötet worden. "Die Rückkehr des Wolfes stellt uns in unserer heutigen Kulturlandschaft vor eine besondere gesellschaftliche Herausforderung. Die Angst der Menschen vor direkten Begegnungen und die Sorgen der Weidetierhalter müssen wir sehr ernst nehmen. Wir unterstützen mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen und Handlungsempfehlungen zum Wolf und informieren so die Bundesländer, bei denen in Sachen Wolf die Vollzugshoheit liegt. Ein flächendeckender Herdenschutz, der sich an den vom BfN empfohlenen Schutzstandards orientiert, ist essentiell, um in weiteren potenziellen Ausbreitungsgebieten für die Ankunft des Wolfes gewappnet zu sein. Um Übergriffe auf Weidetiere weitgehend zu reduzieren, müssen Herdenschutzmaßnahmen konsequent umgesetzt und dafür auch ausreichend finanziert werden“, sagt die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

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Häufige vorschnelle Schlussfolgerungen beim Thema Antibiotikaresistenzen
Im Rahmen der internationalen Antibiotika-Awareness-Woche organisierte die Schweizer Geflügelbranche am 17. November 2017 eine Pressekonferenz zur Situation bezüglich Antibiotikaresistenzen in der Geflügelfleischproduktion. Dort präsentierte u.a. Prof. Dr. Roger Stephan vom Institut für Lebensmittelsicherheit der Universität Zürich wissenschaftliche Fakten, die die oft negativen Pauschalurteile der Medien und der Öffentlichkeit widerlegen. Er selbst leitete mehrere Untersuchungen zur Resistenz-Problematik bei Geflügel und Geflügelfleisch. Auf der Pressekonferenz beleuchtete er die Problematik aus wissenschaftlicherSicht und erläuterte eingangs die verschiedenen Wirkmechanismen der Antibiotika und der Resistenzen. Er kritiserte zugleich, dass in den Medien und in der öffentlichen Meinung häufig vorschnelle Schlussfolgerungen gezogen werden, wie z.B., dass die Situation auf einen übermäßigen Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion zurückzuführen sei oder dass das Geflügel hauptverantwortlich für die Resistenzen beim Menschen sei sowie dass auf Geflügelfleisch große Mengen multiresistenter Keime vorzufinden seien. Alle drei Behauptungen seien aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar, wie Stephan mit entsprechenden Studienresultaten, teils aus seinem Institut, belegen konnte.

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Sichergestellte Kleintiere können jetzt vermittelt werden
Im Oktober sind in Bayern mehr als 7.000 Kleintiere beschlagnahmt und zur Versorgung zunächst auf verschiedene Tierheime aufgeteilt worden. Mittlerweile sind die Tiere in den Besitz der Tierheime übergegangen, nachdem der Eigentümer auf seinen Anspruch verzichtet hat. Mit dieser Klärung der Besitzverhältnisse ist es den Tierheimen jetzt möglich, die Tiere in liebevolle Hände zu vermitteln, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt. Ob allerdings eine so große Zahl an Tieren auch tatsächlich vermitteltwerden kann, stellt selbst der Tierschutzbund in Frage. Der beschlagnahmte Tiertransport hatte alle bisher bekannten Dimensionen gesprengt. Die Mäuse, Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen sollten offenbar in Belgien und auch in Deutschland als Futtertiere verkauft werden. Daneben waren aber auch Exoten wie über 100 Axolotl beschlagnahmt worden. Die Tiere waren ohne ausreichende Versorgung und Platz in einem Kastenwagen aus Tschechien gefunden worden.

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Enstehung und Verbreitungswege multiresistenter Keime aufgeklärt
Ein internationales Forscherteam hat den Entwicklungs- und Verbreitungsweg des multiresistenten Stapylococcus aureus (MRSA) "USA300" aufgeklärt. Dieser Erreger, der seit dem Jahr 2000 in den USA zirkuliert und auch in Europa und der Pazifikregion Asiens nachgewiesen wurde, ist von besonderem Interesse, da er nicht nur multiresistent ist, sondern auch sehr stark krankmachende Eigenschaften aufweist. Die Forscher verglichen in ihrer Studie die Genome von 224 zeitlich und räumlich verschieden auftretenden Isolaten. Die Ergebnisse widerlegten die Vermutung über den Ursprung des Erregers. Denn die Forscher vermuteten, dass der Erreger in Afrika entstanden ist. Die Ergebnisseder Untersuchungen zeigten aber, dass der "USA300" vermutlich aus einem weniger virulenten Vorläufer in Europa bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Von dort aus gelangte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Nordamerika, entwickelte dort seine heutige Charakteristik und gelangte erst dann nach Afrika. Die Studienergebnisse der Wissenschaftler bilden die Grundlage für eine fortlaufende Überwachung der Verbreitungswege des multiresistenten Keims. Diese zu kennen ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung verhindern und mögliche Ausbrüche besser kontrollieren zu können.

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Vorschlag zur Zertifizierung der Trophäenjagd in Afrika
Die Jagd auf Löwen, Elefanten und anderes Großwild in Afrika wird seit Jahrzehnten stark polarisiernd diskutiert. Forscher unter Leitung der Universität Göttingen haben ein Zertifizierungssystem für die Trophäenjagd in Afrika vorgeschlagen, mit dem sichergestellt werden soll, dass ethische Kriterien bei der Jagd eingehalten werden. Die Forscher erhoffen sich möglicherweise sogar Vorteile für die Großwildpopulationen, die Bevölkerung vor Ort und die nachhaltige Finanzierung des Naturschutzes in Afrika. Dabei müssten drei grundsätzliche Prinzipien eingehalten werden. Die Landbesitzer oder die lokale Bevölkerung müsste angemessen entschädigt werden. Zudem müssten klare artenspezifische Quoten erstellt und strenge Begrenzungen des Alters der Tiereeingehalten werden. Zudem müssten klare ethische Regeln für die Jagd gelten. Als Basis für die Implementierung eines solchen Systems könnten die Regeln des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES dienen. „Ein solches Zertifizierungssystem auf Landschaftsebene anzuwenden, würde die Kosten für die Zertifizierung senken, Ökosysteme schützen und einen großen Nutzen für die lokale Bevölkerung darstellen“, so Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen und Ko-Autor der Studie. Die Forscher wollen zudem mit einer Online-Befragung ein besseres Verständnis dafür entwickeln, ob und inwieweit die Öffentlichkeit bereit ist, die Finanzierung afrikanischer Naturschutzbemühungen zu unterstützen.

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